Was ist ALS?

Eine neurologische Erkrankung, die die Muskulatur betrifft.


ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine Erkrankung der motorischen Nervenzellen (motorische Neuronen). Diese Nervenzellen steuern willkürliche Bewegungen – von der Hirnrinde bis zur Muskulatur.

 

Durch abgeschwächte oder fehlende Nervenimpulse kommt es zu Muskelschwäche und zum Abbau der Muskulatur (Atrophie). ALS zählt zu den neuromuskulären Erkrankungen und ist nicht heilbar.

 

Alle empfohlenen Therapien zielen darauf ab, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten.

 

ALS gilt als „schicksalhafte Erkrankung“, das bedeutet: Es gibt keine äußere Ursache oder ein vorhergehendes Fehlverhalten. Nur in seltenen Fällen liegt eine genetische Veranlagung vor.

Formen der ALS:

  • Sporadische Form: häufigste Form, Ursache unbekannt
  • Familiäre Form: genetisch bedingt (autosomal-dominant)
  • Endemische Form: gehäuftes Auftreten in bestimmten Regionen 

Je nach betroffenen Nervenbahnen kommt es zu Einschränkungen der Muskulatur in Armen, Beinen, im Rumpf sowie im Bereich von Sprechen und Schlucken.